Was macht Rudolf Dreßler?

Veröffentlicht am 12.09.2009 in Vermischtes

Als Peter Struck, der mit dem Ende der jetzigen Legislatur aus dem Bundestag ausscheidet, 1980 als Neuling in den Bundestag einzog, teilte er sein ‚Schicksal’ mit Rudolf Dreßler (* 1940 in Wuppertal). Lange Zeit galt Dreßler, der seit 1969 Mitglied der SPD ist, als Sozialexperte der Fraktion.

Seine Mitwirkung im Parteivorstand (1984-2000), im Präsidium (1991-2000) sowie sein Vorsitz in der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (1984-2000) der SPD prägten seinen Ruf als soziales Gewissen unserer Partei. Im April 1982 wurde er – wohl protegiert von seinem politischen Vorbild Herbert Wehner – Staatssekretär im Arbeitsministerium bis zum Machtwechsel im Herbst selbigen Jahres. Nach 20 Jahren im Bundestag legte er 2000 alle Parteiämter und das Direktmandat in seiner Heimatstadt Wuppertal, das er seit seinem Ersteinzug immer direkt errang, nieder und wurde als deutscher Botschafter nach Israel berufen (2000-2005). Eine Berufung nicht ohne Grund: Seit Beginn seiner Bonner Zeit zeichnete er sich als Israelexperte der Fraktion aus. Nach seiner Abberufung aus Jerusalem kehrte Dreßler nach Deutschland zurück. Immer wieder begegnet er, der sich als Freund Oskar Lafontaines bezeichnet, seitdem aufmerksamen Beobachtern in abendlichen Fernsehdiskussionen. 2007 geriet Dreßler noch einmal in den Fokus der (Partei-)Öffentlichkeit: In einem Interview deutete er einen bevorstehenden Wechsel zur Linkspartei an, den er bis heute glücklicherweise nicht vollzogen hat.

von Marcus Schlegelmilch

 

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