Unternehmen sollen Kosten der Asse-II-Schließung übernehmen

Veröffentlicht am 18.01.2010 in Umwelt

Die Jusos in der SPD Halle (Saale) begrüßen die Forderungen des Bundesamtes für Strahlenschutz nach einer Umlagerung des nuklearen Abfalls aus dem einsturzgefährdeten Lager für radioaktive Abfälle „Asse II“ in den 20 Kilometer entfernten „Schacht Konrad“.

Auf Grundlage des durch einen Antrag aus Halle herbeigeführten Beschlusses der Landesdelegiertenkonferenz der Jusos Sachsen-Anhalt im Oktober 2009 fordern die Jusos Halle außerdem, die Kosten der Inspektion und des Transports der Fässer sowie der Betreibung des Alternativstandortes anteilig auf die Unternehmen zu verteilen, die in den 60er und 70er Jahren die von ihnen produzierten Abfälle im Atommülllager „Asse II“ eingelagert haben. Die Jusos sprechen sich nachdrücklich für eine dahin gehende Änderung des Atomgesetzes aus. Derzeit übernähme der Bund in Gänze die entstehenden Kosten im Zusammenhang mit dem eingelagerten radioaktiven Abfall. „Es ist für den Bürger kaum zu verstehen, warum sich Unternehmen mit der Zahlung von ein paar hunderttausend D-Mark in den 70er Jahren aus der Verantwortung stehlen, während die Kosten für den missratenen Betrieb und die Räumung des Atommülllagers Asse II in Milliardenhöhe nun am Steuerzahler hängen bleiben“, so Marcel Muschter, stellvertretender Vorsitzender der Jusos Halle. „Wer mit Kerntechnik umgeht, sollte auch die finanziellen Folgekosten tragen – dies gilt für den Nuklearabfall in der Asse II ebenso, wie für den von hiesigen Kernkraftwerken produzierten radioaktiven Müll.“ Pressemitteilung Jusos Halle

 

Homepage SPD-Stadtverband Halle (Saale)

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