18.12.2018 in Lokal

PM "Kulturelle Freiräume entwickeln"

 
 

GEMEINSAME ERKLÄRUNG DER JUGENDORGANISATIONEN

Als Jugendorganisationen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und der Linken sprechen sich die Jusos Halle, die GRÜNE JUGEND Halle und die Linksjugend Solid Halle für den Antrag „Kulturelle Freiräume entwickeln“ aus, der am Mittwoch im Stadtrat behandelt werden soll.

Der Antrag fordert, dass dem eigentlich von fast allen gewünschtem Einsatz für soziale und kulturelle Projekte auch Taten folgen sollen. Es soll das klare Ziel formuliert werden, die Hafenstraße 7 auch nach dem Auszug des capuze e.V. als sozio-kulturelles Zentrum zu öffnen – und nicht zu Privateigentum zu machen. Auch wird in dem Antrag der gravierende Raummangel etlicher sozio-kultureller Institutionen angesprochen. Nicht nur die Hasi, sondern auch das LaBim, der Stadtgarten Glaucha oder die Rockstation haben ihre Gebäude bzw. Gelände kürzlich verloren. Hier braucht es endlich stadtpolitisches Engagement ohne lähmende und vorgeschobene Grabenkämpfe um Detailfragen, wie wir das bei der Hasi erlebt haben.

Wir fordern insbesondere unsere Fraktionen im Stadtrat nochmal mit Nachdruck dazu auf, sich diesem Vorhaben anzuschließen und eine Vision für eine lebendige Stadt und kulturelle Freiräume mitzuentwickeln. Gerade für junge Menschen ist es nicht hinnehmbar, dass alternative Projekte und soziales Engagement nur noch in bestimmten, weniger profitablen Bereichen oder gar nicht mehr möglich sein sollen. Vielmehr sollen diese Projekte sowohl am Stadtrand als auch möglichst zentral eingerichtet werden können, was die Hafenstraße zu einem perfekten Ort für die zukünftige Nutzung für alle Interessent*innen macht.

27.11.2018 in Regional

Die Jusos in Halle werden jünger und radikaler!

 

Bei ihrer Mitgliederversammlung hat die größte Arbeitsgemeinschaft der SPD Halle einen neuen Vorstand gewählt. Als Doppelspitze wurden Julia Syndram (19) und Niklas Gerlach (18) mit starken Ergebnissen gewählt. Die Studentin, gebürtig aus Dresden, und der Schüler, gebürtig aus Halle, werden die notwendige Erneuerung der SPD noch stärker vorantreiben und mit mehr Härte die Mandatsträger*innen der Partei an ihre Verantwortung für soziale Politik erinnern.

Julia Syndram und Niklas Gerlach bringen nicht nur eine jüngere Perspektive (sie sind im Schnitt zehn Jahre jünger als die ehemaligen Vorsitzenden), sondern auch starke Themen mit in den Juso-Vorstand. „Ich möchte, dass man über Psychotherapie sprechen kann, wie über einen Zahnarztbesuch. Wir müssen für das Thema sensibilisieren und für Betroffene mehr Therapiemöglichkeiten schaffen. Restriktive Gesetzte gegen psychisch Erkrankte, wie sie in Bayern stattfinden, haben in Sachsen-Anhalt nichts verloren,“ so Julia Syndram. Neben dem Kampf gegen Rechts, der für beide Vorsitzenden im Fokus steht, möchte sich Niklas Gerlach für Feminismus einsetzen: „Für männlich sozialisierte Personen ist die kritische Selbstreflexion, mit starken Augenmerk auf das eigene Redeverhalten, wichtig. Feminismus war für mich schon immer ein bedeutendes Thema, nicht “nur“ in dem Maße, dass ich Sexismus nicht hinnehmbar fand, die Frauenqoute cool und die Selbstbestimmung von Frauen* für mich an oberster Stelle stand. Feminismus soll auch im 101. Jubiläum zum Frauenwahlrecht nicht an Aufmerksamkeit einbüßen.“

Die Koalitionen im Land und Bund an der Seite der CDU/CSU sorgt für Kompromisse, die vor Ort in Halle niemandem erklärt werden können. Viel zu oft wird reibungsloses Koalieren vor Konfrontation und klarem Profil gestellt und die SPD findet in allen wichtigen Debatten nicht statt. Einen Ausweg aus dieser schlechten Situation bietet in Halle der gemeinsame Oberbürgermeisterkandidat Hendrik Lange und der Zusammenschluss von Linken, Grünen und SPD. Als linke Parteien können wir nächstes Jahr eine Mehrheit für ein soziales Halle gewinnen, der gemeinsame Wahlkampf stellt daher einen Schwerpunkt im kommenden Jahr dar.

Weiterhin wurden in den sechsköpfigen Vorstand Anne Fiebig (Angestellte), Simon Rogge (Auszubildender), Tabea Härdrich (Studentin) und Janis Henke (Student) gewählt.

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