27.11.2018 in Regional

Die Jusos in Halle werden jünger und radikaler!

 

Bei ihrer Mitgliederversammlung hat die größte Arbeitsgemeinschaft der SPD Halle einen neuen Vorstand gewählt. Als Doppelspitze wurden Julia Syndram (19) und Niklas Gerlach (18) mit starken Ergebnissen gewählt. Die Studentin, gebürtig aus Dresden, und der Schüler, gebürtig aus Halle, werden die notwendige Erneuerung der SPD noch stärker vorantreiben und mit mehr Härte die Mandatsträger*innen der Partei an ihre Verantwortung für soziale Politik erinnern.

Julia Syndram und Niklas Gerlach bringen nicht nur eine jüngere Perspektive (sie sind im Schnitt zehn Jahre jünger als die ehemaligen Vorsitzenden), sondern auch starke Themen mit in den Juso-Vorstand. „Ich möchte, dass man über Psychotherapie sprechen kann, wie über einen Zahnarztbesuch. Wir müssen für das Thema sensibilisieren und für Betroffene mehr Therapiemöglichkeiten schaffen. Restriktive Gesetzte gegen psychisch Erkrankte, wie sie in Bayern stattfinden, haben in Sachsen-Anhalt nichts verloren,“ so Julia Syndram. Neben dem Kampf gegen Rechts, der für beide Vorsitzenden im Fokus steht, möchte sich Niklas Gerlach für Feminismus einsetzen: „Für männlich sozialisierte Personen ist die kritische Selbstreflexion, mit starken Augenmerk auf das eigene Redeverhalten, wichtig. Feminismus war für mich schon immer ein bedeutendes Thema, nicht “nur“ in dem Maße, dass ich Sexismus nicht hinnehmbar fand, die Frauenqoute cool und die Selbstbestimmung von Frauen* für mich an oberster Stelle stand. Feminismus soll auch im 101. Jubiläum zum Frauenwahlrecht nicht an Aufmerksamkeit einbüßen.“

Die Koalitionen im Land und Bund an der Seite der CDU/CSU sorgt für Kompromisse, die vor Ort in Halle niemandem erklärt werden können. Viel zu oft wird reibungsloses Koalieren vor Konfrontation und klarem Profil gestellt und die SPD findet in allen wichtigen Debatten nicht statt. Einen Ausweg aus dieser schlechten Situation bietet in Halle der gemeinsame Oberbürgermeisterkandidat Hendrik Lange und der Zusammenschluss von Linken, Grünen und SPD. Als linke Parteien können wir nächstes Jahr eine Mehrheit für ein soziales Halle gewinnen, der gemeinsame Wahlkampf stellt daher einen Schwerpunkt im kommenden Jahr dar.

Weiterhin wurden in den sechsköpfigen Vorstand Anne Fiebig (Angestellte), Simon Rogge (Auszubildender), Tabea Härdrich (Studentin) und Janis Henke (Student) gewählt.

05.01.2018 in Regional

JUSOS Halle wählen neuen Vorstand

 

Auf der Versammlung am 30. November hat die Jugendorganisation der SPD Halle eine neue Doppelspitze und vier Stellvertreter*innen gewählt. Der Vorstand besteht aus drei Frauen und drei Männern und ist damit hart quotiert. Gemeinsam wollen die jungen Menschen nicht nur die Interessen der über 200 Mitglieder bei den Jusos Halle vertreten, sondern auch die Politik der halleschen SPD prägen.

 

Die neu gewählte Vorsitzende Anne-Sarah Fiebig erklärt dazu: “Besonders freut mich, dass alle Frauen im neuen Vorstand mit 100 % Zustimmung gewählt wurden. Das ist ein starkes Zeichen, besonders in einer Zeit, in der die SPD durch Gespräche zu einer erneuten Großen Koalition ihre Ideale aufzugeben scheint! Den Vertragsbruch der Union in der letzten GroKo beim Rückkehrrecht in Vollzeit haben wir nicht vergessen.” Und der neu gewählte Vorsitzende Uwe Heinecke: „Neben progressiven Ideen geht es mir in der Juso-Arbeit auch um antifaschistisches Engagement. Wir müssen verhindern, dass die vom Verfassungsschutz beobachtete Identitäre Bewegung Halle als ihr Zentrum etabliert.“

 

Die Jusos Halle werden mit dem neuen Vorstand weiterhin für eine solidarische, feministische, antifaschistische und internationalistische Gesellschaft kämpfen. Die Versammlung zur Wahl des Vorstands fand im Haus der halleschen jüdischen Gemeinde statt.

 

Die Jusos Halle sind eine Jugendorganisation der SPD Halle und mit über 200 Mitgliedern die größte Struktur innerhalb der halleschen SPD. Sie sind Teil des Bündnisses „Halle gegen Rechts“ und engagieren sich gegen Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und jegliche weitere Form von Diskriminierung und Unterdrückung. Sie verstehen sich als linkes Korrektiv innerhalb der SPD.

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