Ruf nach einer Lobby für Kinder und Jugendliche in Halle

Veröffentlicht am 30.01.2012 in Familie und Jugend

„Es fehlt in Halle an einer Lobby für Kinder und Jugendliche, weshalb beispielsweise die klassische, präventive Jugendarbeit nach und nach verschwindet“ so Mirko Petrick, der Kinder- und Jugendbeauftragte der Stadt Halle bei seinem Besuch der ersten Juso-Mitgliederversammlung im Januar 2012. Diese Aussage ließ die zahlreichen Jusos nicht mehr los, so dass sie im Gespräch mehr davon erfahren wollten, welche Problemlagen für Kinder und Jugendliche in Halle bestehen. Mirko Petrick erklärte, dass es in Halle, bspw. mit dem Kinder- und Jugendrat, gute Ansätze für ein breitere Einbeziehung der Interessen von Kindern und Jugendlichen in die Entscheidungen der Stadt gibt. Jedoch bringe die schwierige finanzielle Lage der Stadt die klassische Jugendarbeit von Streetworkern und Jugendklubs in arge Bedrängnis angesichts immer mehr innerfamiliärer Konflikte sowie sozialer Armut.

Die kurzfristigen Einsparungen, zu denen die Stadt gezwungen sei, lasse starke Folgekosten befürchten, wenn mehr und mehr junge Menschen durch das gesellschaftliche Auffangnetz aufgrund dessen großer Löcher fallen. Der von Mirko Petrick angestrebte regelmäßige lokale Kinder- und Jugendbericht über die Einschätzung der Situation dieser in Halle kann ein Mittel zur besseren Interessenvertretung nach außen darstellen. Die Jusos zeigten in dem Gespräch unter anderem die Hoffnung, dass durch die Zusammenarbeit mit Unternehmen, Wohnungsbaugesellschaften, Sportvereinen oder anderen sozialen Trägern die Situation der jungen Generation verbessert werden kann. Für die Jusos Halle bestätigte sich nach dem Besuch des Kinder- und Jugendbeauftragten die Erkenntnis, dass wir unsere Mitverantwortung für die Interessenvertretung der jungen Hallenser wahrnehmen müssen und auch in diesem Gebiet verstärkte Lobbyarbeit leisten wollen.

 

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