Rechtsextremer Überfall auf Stadtrat von Wernigerode

Veröffentlicht am 01.02.2010 in Regional

Am letzten Donnerstag wurde der Wernigeröder SPD-Stadtrat und stellv. Juso-Landesvorsitzende Kevin Müller Opfer eines brutalen Überfalls mutmaßlich rechter Schläger in Wernigerode. Die SPD-Landesvorsitzende Katrin Budde verurteilte den Angriff scharf. "Der Überfall zeigt, dass Rechtsextreme vor keinem Mittel zurückschrecken. Jeder kann Opfer ihrer Gewalt werden."

Besonders erschreckend ist die Brutalität der Angreifer. "Die Anhänger rechtsradikalen Gedankengutes - in diesem Fall der Blankenburger Nationalen Front - machen in ihrer von Stumpfsinn, Intoleranz und Frustration geprägten Weltsicht nicht vor Gewalt gegen Demokraten und Andersdenkende halt und schlagen und treten sogar auf am Boden Liegende ein", erklärt der Juso-Landesvorsitzende Andrej Stephan. "Wir sind froh und dankbar, dass unserem aktiven Mitstreiter Kevin Müller bei der nächtlichen Attacke nichts Schlimmeres passiert ist." Müller, der sich seit Jahren aktiv gegen rechte Umtriebe engagiert, musste im Krankenhaus behandelt werden, ist wieder wohlauf und hat bereits erklärt, "ich werde mich auch weiterhin nicht vor Nazis zu verstecken. Denen gehört das Handwerk gelegt." Katrin Budde zollte dem 25jährigen großen Respekt. "Es gehört sehr viel Mut dazu, sich trotz dieses Überfalls nicht unterkriegen zu lassen. Das ist gelebtes bürgerschaftliches Engagement. Die Rechten müssen spüren, dass sie, ihre Ansichten und ihre Gewalt in der Gesellschaft nicht willkommen sind. Nur so lässt sich der braue Sumpf austrocknen." Budde erneuerte in diesem Zusammenhang die Forderung nach einem NPD-Verbot. "Das ist kein Allheilmittel, aber eine Partei, die Gewalt als legitimes, politisches Mittel propagiert, darf nicht noch mit Steuergeldern unterstützt werden!" SPD-Landesverband Sachsen-Anhalt

 

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