Professoren müssen angemessen entlohnt werden

Veröffentlicht am 20.02.2012 in Schule und Bildung

Werden Professoren an deutschen Hochschulen angemessen entlohnt? Dies hatte jüngst das Bundesverfassungsgericht zu entscheiden. Es urteilte, dass eine bestimmte Besoldungsstufe der Professoren in Hessen gegen das Grundgesetz verstößt und daher verfassungswidrig ist. Dies scheint weitreichende Folgen für das gesamte Bundesgebiet zu haben. Katja Pähle, wissenschaftspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, erklärte dazu: „Das Urteil aus Karlsruhe ist zu begrüßen, weil es Klarheit in Bezug auf die Stellung der Professoren und auf die Bedeutung von Forschung und Lehre bringt. Die konkreten Auswirkungen auf Sachsen-Anhalt müssen wir noch abwarten."

Aus Pähles Sicht sei es nachvollziehbar, wenn sich ein 40jähriger Mensch, der sich in den letzten 15 Jahren seiner wissenschaftlichen beruflichen Karriere gegen hunderte von Mitbewerbern durchgesetzt und sich von einer befristeten Stelle zur anderen gehangelt hat, gemäß seiner Qualifikation und Reputation entlohnen werden möchte. "Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts gibt ihm Recht", so Pähles Einschätzung. Vor dem Hintergrund des Karlsruher Urteils muss nun aber auch die Situation der wissenschaftlichen Mitarbeiter in den Blick genommen werden. Viele wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in der Regel zwischen 25 und 40 Jahren alt sind, müssen sich von einem befristeten Angestelltenverhältnis zum nächsten durchschlagen, oder permanent um Projekt-bezogene Stellen kämpfen, die selten länger als zwei Jahre laufen. "Für diese Menschen ist keine vernünftige Lebensplanung möglich. Die Gründung einer Familie wird dadurch immens erschwert. Hier gibt es dringenden Handlungsbedarf“, so Pähle abschließend.

 

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