Möllring auch im Wirtschaftsressort eine Fehlbesetzung

Veröffentlicht am 30.04.2013 in Landespolitik

Jusos Halle stellen auch die Wirtschaftskompetenz des Kabinettsneulings in Frage

Die Jusos in der SPD Halle (Saale) kritisieren den neuen Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Hartmut Möllring (CDU) für seine jüngsten Äußerungen gegenüber der Presse zur Kaufkraft von Studierenden und zu Strukturveränderungen in der Hochschullandschaft:

„Dass sich Möllring zu der Aussage versteift, die Kaufkraft von Studierenden sei sehr überschaubar, zeigt, dass er auch im Wirtschaftsressort eine Fehlbesetzung ist“, so Felix Peter, Vorsitzender der Jusos Halle (Saale). „Möllring scheint nichts von den erheblichen Nachfrageeffekten durch die Studierenden in der Region zu wissen, die jüngst durch eine Studie der Universität Halle belegt wurden. Er ignoriert die beachtlichen negativen Folgen, die deutlich geringere Studierendenzahlen für beispielsweise den Nahverkehr, die regionalen Energieversorger oder den Einzelhandel mit sich bringen werden“, so Felix Peter weiter.

Auch die Aussagen des neuen Ministers zu Strukturveränderungen in der Hochschullandschaft stoßen bei den Jusos auf Unverständnis: „Möllring scheint der Meinung zu sein, dass Strukturveränderungen, die dem Zwang drastischer und äußerst kurzfristiger Mittelkürzungen folgen, die Hochschullandschaft besser machen würden. Jeder, der sich ein bisschen mit Organisationsentwicklung auskennt, weiß, dass das nicht hinhaut“, meint der hallesche Juso-Stadtvorsitzende. „Das Credo der Jusos hierzu lautet: Wir reden erst über Strukturen, dann schauen wir uns an, wie man die finanziert bekommt. Die Landesregierung ist deshalb aufgefordert, die derzeit im Raum stehenden Kürzungen zurückzunehmen und somit überhaupt erst einmal die Grundlage für Verhandlungen herzustellen“, so Felix Peter abschließend.

Zum Hintergrund: Der neue Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Hartmut Möllring hatte anlässlich der in Halle stattfindenden Demonstration gegen die Kürzungspläne der Landesregierung im Hochschulbereich gegenüber der Presse geäußert, die Kaufkraft der Studierenden sei „sehr überschaubar“. Zudem würden die Strukturveränderungen, die in der Hochschullandschaft notwendig seien, die Hochschulen im Land besser machen.

 

Counter

Besucher:1038177
Heute:64
Online:1