Jusos Halle fordern Kilometergeld statt KFZ-Steuer

Veröffentlicht am 09.05.2010 in Verkehr

Die Jusos Halle (Saale) haben auf ihrer letzten Sitzung einen Antrag der Projektgruppe Verkehr zur Ersetzung der KFZ-Steuer durch ein Kilometergeld beschlossen. Der Beschluss, der zur kommenden Landesdelegiertenkonferenz der Jusos Sachsen-Anhalt eingebracht wird, sieht vor, die Höhe der dabei pro Kilometer anfallenden Gebühr nach dem CO2-Ausstoß und Verbrauch der Fahrzeuge zu staffeln. Der ÖPNV soll von diesem Modell ausdrücklich ausgenommen werden. Die mittlere jährliche Gebühr soll in etwa der derzeitigen mittleren KFZ-Steuer entsprechen. Ein festgelegter Teil der Einnahmen soll über die Länder und den Bund zweckgebunden zur Subventionierung des ÖPNV und der Schieneninfrastruktur verwendet werden. Begründet wird das Konzept damit, dass das Kilometergeld gerechter als die derzeitige KFZ-Steuer sei. „Wer Straßen und Umwelt stärker belastet zahlt auch deutlich mehr“, so Justus Kormann, Koordinator der Juso-Projektgruppe Verkehr. Da das Modell sowohl schadstoff- als auch verbrauchsorientiert ist, würde es auch eine Lenkungswirkung, die die Menschen sowohl zum Kauf sparsamerer und umweltfreundlicherer Autos als auch zur Reduzierung ihrer gefahrenen Kilometer bewegen soll. Dadurch könnte einerseits die Umwelt geschont und andererseits auch das Verkehrsaufkommen gesenkt werden. Der ÖPNV und der nicht-motorisierte Individualverkehr würden gestärkt. Siedlungsräume, die sich um einen flächendeckenden ÖPNV bemühten, könnten besonders profitieren.

 

Homepage SPD-Stadtverband Halle (Saale)

Counter

Besucher:1038177
Heute:27
Online:1