Jusos fordern Aufwertung der Graduiertenförderung des Landes

Veröffentlicht am 24.02.2013 in Schule und Bildung

Kürzung der Mittel widerspricht dem Ansinnen der Landesregierung, junge und hoch qualifizierte Menschen im Land zu halten

Die Jusos Halle fordern den Landtag auf, die vom Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft vorgesehene Streichung der Hälfte der Mittel für die Graduiertenförderung ab 2014 zu verhindern. „Es ist doch arg verwunderlich, dass der Ministerpräsident in andere Bundesländer fährt um von dort Menschen zurück nach Sachsen-Anhalt zu holen, während seine Wissenschaftsministerin radikal ein Förderprogramm zusammenstreicht, das eigentlich den jungen wissenschaftlichen Nachwuchs im Land halten soll“, so Felix Peter, Vorsitzender der Jusos Halle. „Statt mühselig und mit zweifelhaftem Erfolg zu versuchen, Arbeitskräfte zurück ins Land zu holen, sollten alle Anstrengungen unternommen werden, sie nach dem Studium im Land zu behalten. Die Graduiertenförderung ist dafür ein geeignetes Mittel“, so Felix Peter weiter.

Statt Streichungen vorzunehmen muss die zuständige Ministerin, Frau Prof. Dr. Wolff (CDU), im Gegenteil eine Aufwertung der Förderung von Promotionen im Land in Angriff nehmen. Die derzeitigen Förderbedingungen sind wenig attraktiv: Die Fördersumme, die das Land zur Verfügung stellt, liegt deutlich unter der Summe der großen Stiftungen und reicht kaum zum Leben. So muss allein an die Krankenversicherung ein großer Teil abgeführt werden. Strenge Auflagen lassen zudem kaum zu, dass man sich etwas hinzuverdienen kann und die Regeln ermöglichen keine langfristige Planungssicherheit, was für eine umfassende Forschungsleistung, wie sie eine Doktorarbeit darstellt, aber von enormer Wichtigkeit ist. „Unter solchen Umständen forschen zu müssen, ist eine Zumutung und Bremse für den Forschungserfolg. Das Ministerium muss hier dringend nachbessern“, so Felix Peter abschließend.

(Jusos Halle)

 

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