Geschlossenes Handlungskonzept für Grundwasserregulierung in Halle-Neustadt erforderlich

Veröffentlicht am 21.01.2011 in Kommunalpolitik

Das Januar-Hochwasser ist noch nicht vorbei, da wird in der Stadt bereits darüber diskutiert, wie man im Stadtgebiet auch in Zukunft wirkungsvollen Hochwasserschutz betreibt. Dazu gehört auch ein funktionierendes Grundwassermanagement, denn große Teile der Stadt, vor allem Halle-Neustadt, sind im natürlichen Überflutungsgebiet der Saale errichtet worden und auch wenn die Deiche in der Regel halten, so drückt doch das Grundwasser regelmäßig hoch. Die SPD-Stadtratsfraktion unterstützt nun, dass die Stadtverwaltung die entsprechenden Schlussfolgerungen aus dem jüngsten Hochwasser zieht und alles für die Instandhaltung der neustädter Brunnengalerie unternimmt. Das Funktionieren der Brunnengalerie sei auch dann notwendig, wenn die Saale Normalwasser führt.

Außerdem sei es aus Sicht der SPD-Stadtratsfraktion erforderlich, bei den geplanten Baumaßnahmen am Gimritzer Damm auch den parallel verlaufenden Deich zu erneuern und für entsprechende Hochwasserereignisse anzupassen, Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados hatte selbiges bereits gefordert. Das Hochwasser hat offenbart, dass die Stadt mittelfristig eine grundsätzliche Erneuerung des Systems der Grundwassersenkung für den Ostteil Halle-Neustadts anstreben muss. Fast fünf Jahrzehnte nach Inbetriebnahme der Brunnengalerie ist das Pumpensystem technisch veraltet. Mittelfristig ist es erforderlich, über alternative Modelle der Grundwasserhaltung nachzudenken. Der SPD-Stadtrat und Landtagsabgeordnete Thomas Felke erklärte dazu: „Dafür sollte die Stadt die vom Land eingesetzten Arbeitsgruppen nutzen, die landesweit Ursachen und Lösungen für angestiegene Grundwasserpegel untersuchen. Das komplexe System der Grundwasserhaltung erfordert eine sorgfältige Herangehensweise.“ Eine technische Erneuerung der Brunnengalerie durch neue Brunnen und moderne Pumpsysteme könne die Leistungsfähigkeit der Galerie verbessern und die Kosten für ihren Betrieb senken. Die Verwaltung solle, so eine Pressemitteilung der Fraktion weiter, dem Rat aber auch Alternativen zu dieser Variante vorlegen. Eine Schlitzwand aus Ton, beispielsweise, könne für eine dauerhafte Sicherung des Stadtteils vor zu hohem Grundwasser sorgen, ohne dass Folgekosten entstünden.

 

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